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Cannabis Düngung: NPK, pH-Wert und der richtige Düngeplan

Von Redaktion Hanfportal 24 Aktualisiert: 8 Min. Lesezeit Einsteiger
Cannabis Düngung: NPK, pH-Wert und der richtige Düngeplan

Kurz & Knapp

Cannabis ist eine schnell wachsende Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf. In der Natur bekommt sie diese Nährstoffe aus dem Boden.

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Auf einen Blick

Alles Wichtige zum Thema cannabis duengung erfaehrst du in diesem Artikel. Alles Wichtige zum Thema cannabis düngung erfährst du in diesem Artikel. - Hauptnährstoffe (Makro): Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K)

  • Sekundärnährstoffe: Calcium (Ca), Magnesium (Mg), Schwefel (S)
  • pH-Wert in Erde: 6,0-6,5
  • pH-Wert in Hydro/Coco: 5,5-6,0
  • EC-Wert: 0,8-1,2 (Sämling), 1,2-1,8 (Vegi), 1,5-2,2 (Blüte)
  • Regel: Weniger ist mehr -- Überdüngung ist häufiger als Unterdüngung

Warum Cannabis Düngung braucht

Cannabis ist eine schnell wachsende Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf. In der Natur bekommt sie diese Nährstoffe aus dem Boden. Im Topf ist der Vorrat begrenzt -- nach 3-4 Wochen ist die vorgedüngte Erde erschöpft, und du musst nachhelfen.

Die drei Hauptnährstoffe -- Stickstoff, Phosphor und Kalium -- erfüllen jeweils eine andere Aufgabe:

  • Stickstoff (N): Blattwachstum, grüne Farbe, vegetatives Wachstum
  • Phosphor (P): Wurzelentwicklung, Blütenbildung, Energiegewinnung
  • Kalium (K): Wasser- und Nährstofftransport, Krankheitsresistenz, Blütenqualität

NPK-Verhältnisse nach Wachstumsphase

Vegetationsphase: Stickstoff-betont

In der Vegi baut die Pflanze Blätter, Stängel und Äste auf. Dafür braucht sie vor allem Stickstoff.

Empfohlenes NPK-Verhältnis: 3-1-2

Nährstoff Bedarf Warum
Stickstoff (N) Hoch Blattwachstum, Chlorophyll
Phosphor (P) Mittel Wurzelentwicklung
Kalium (K) Mittel-Hoch Stängelstärke, Wasserregulation

Übergangsphase (Stretch)

Die ersten 2 Wochen der Blüte ("Stretch") sind eine Mischphase. Die Pflanze wächst noch stark und beginnt gleichzeitig, Blüten anzulegen.

Empfohlenes NPK-Verhältnis: 2-2-2 (ausgewogen)

Blütephase: Phosphor-Kalium-betont

Ab der 3. Blütewoche verlagert sich der Bedarf deutlich hin zu Phosphor und Kalium. Stickstoff wird reduziert.

Empfohlenes NPK-Verhältnis: 1-3-3

Nährstoff Bedarf Warum
Stickstoff (N) Niedrig Zu viel N hemmt die Blütenbildung
Phosphor (P) Hoch Blütenentwicklung, Harzproduktion
Kalium (K) Hoch Blütendichte, Aromabildung

Späte Blüte und Flush (letzte 2 Wochen)

Viele Grower "flushen" die letzten 1-2 Wochen: Sie gießen nur noch mit reinem Wasser (ohne Dünger). Die Pflanze verbraucht die restlichen gespeicherten Nährstoffe, was zu einem saubereren Geschmack führen soll.


pH-Wert: Der stille Ertragskiller

Der pH-Wert des Giesswassers ist mindestens so wichtig wie der Dünger selbst. Bei falschem pH kann die Pflanze Nährstoffe nicht aufnehmen -- selbst wenn sie im Boden vorhanden sind. Das nennt man "Nutrient Lockout".

Optimale pH-Bereiche

Medium Optimaler pH
Erde 6,0-6,5
Coco/Soilless 5,8-6,2
Hydroponik 5,5-6,0

pH messen und korrigieren

  1. Messen: Digitales pH-Messgerät (15-40 EUR) oder pH-Teststreifen
  2. Zu hoch (basisch): pH-Down-Lösung hinzufügen (Zitronensäure als Bio-Alternative)
  3. Zu niedrig (sauer): pH-Up-Lösung hinzufügen (Kalkwasser als Bio-Alternative)

Tipp: Miss den pH nach dem Hinzufügen von Dünger -- Dünger verändert den pH-Wert des Wassers.


EC-Wert: Nährstoff-Konzentration messen

Der EC-Wert (Electrical Conductivity) zeigt dir, wie viel gelöste Nährstoffe im Wasser sind. Ein EC-Meter kostet 15-30 EUR und ist neben dem pH-Meter das wichtigste Messinstrument.

EC-Richtwerte

Phase EC-Wert (mS/cm)
Keimling 0,4-0,8
Früher Sämling 0,8-1,0
Vegetationsphase 1,2-1,8
Frühe Blüte 1,5-2,0
Volle Blüte 1,8-2,2
Flush 0,0-0,3 (reines Wasser)

Faustregel: Starte niedrig und steigere langsam. Wenn die Pflanze Verbrennungszeichen zeigt (braune Blattspitzen), reduziere die Konzentration.


Organisch vs. Mineralisch: Welcher Dünger?

Organischer Dünger

Organische Dünger stammen aus natürlichen Quellen: Wurmhumus, Fledermausguano, Knochenmehl, Fischmehl, Kompost-Tee.

Vorteile:

  • Baut das Bodenleben auf (Mikroorganismen)
  • Langsame, gleichmässige Freisetzung (schwer überdüngbar)
  • Besserer Geschmack (laut vielen Growern)
  • Umweltfreundlicher

Nachteile:

  • Langsamer wirkend (bei akutem Mangel nicht sofort hilfreich)
  • pH-Kontrolle schwieriger
  • Kann Trauermucken anziehen

Mineralischer Dünger (Flüssigdünger)

Mineralische Dünger sind synthetisch hergestellt und sofort pflanzenverfügbar.

Vorteile:

  • Präzise dosierbar (NPK genau steuerbar)
  • Sofortige Wirkung
  • Einfach für Anfänger (Dosierungsanleitung auf der Flasche)

Nachteile:

  • Leichter überdüngbar
  • Baut kein Bodenleben auf
  • Salze können sich im Boden anreichern

Empfehlung für Anfänger

Für den ersten Grow: Flüssiger Mineraldünger (2-Komponenten-System: Wachstum + Blüte). Einfach zu dosieren, kalkulierbare Ergebnisse. Ab dem zweiten Grow kannst du mit organischen Methoden experimentieren.

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Düngeplan: Woche für Woche

Beispiel-Düngeplan (Mineraldünger, Erde, 11-Wochen-Cycle)

Woche Phase NPK-Fokus EC-Ziel Düngung Bemerkung
1-2 Sämling Keine 0,4-0,8 Kein Dünger Vorgedüngte Erde reicht
3 Vegi Start N-betont 0,8-1,0 25% Dosis Grow Vorsichtig starten
4-5 Vegi Mitte N-betont 1,2-1,5 50-75% Dosis Grow Pflanze beobachten
6 Vegi Spät N-betont 1,5-1,8 100% Dosis Grow Letzte Vegi-Woche
7 Stretch Übergang 1,5-1,8 50% Grow + 50% Bloom Umstellung beginnen
8-9 Frühe Blüte P/K-betont 1,5-2,0 100% Dosis Bloom Stickstoff reduziert
10-11 Volle Blüte P/K-betont 1,8-2,2 100% Bloom + PK-Booster Maximale Blütenentwicklung
12-13 Späte Blüte P/K-betont 1,5-1,8 75% Bloom Langsam reduzieren
14 Flush Keiner 0,0-0,3 Nur Wasser 7-14 Tage vor Ernte

Wichtig: Das ist ein Richtwert. Jede Sorte und jedes Setup ist anders. Beobachte deine Pflanzen -- sie zeigen dir, was sie brauchen.


Nährstoffmangel erkennen: Die wichtigsten Symptome

Mangel Symptom Betroffene Blätter
Stickstoff (N) Gelbe Blätter von unten nach oben, blasses Grün Alte/untere Blätter zürst
Phosphor (P) Dunkelgrüne bis violette Blätter, Wachstumsstop Alte/untere Blätter
Kalium (K) Braune, vertrocknete Blattspitzen und -ränder Ältere Blätter
Calcium (Ca) Braune Flecken auf neuen Blättern, verkrüppeltes Wachstum Neue/obere Blätter
Magnesium (Mg) Gelbfärbung zwischen den Blattadern (Interveinal Chlorosis) Mittlere/ältere Blätter
Eisen (Fe) Gelbe neue Blätter mit grünen Adern Neue/obere Blätter

Erste Hilfe bei Mangel:

  1. pH-Wert prüfen (häufigste Ursache für Mangelerscheinungen)
  2. EC-Wert prüfen (zu wenig oder zu viel?)
  3. Nährstoff gezielt nachdüngen
  4. Bei schwerem Lockout: Einmal mit reinem Wasser durchspülen, dann frisch anmischen

Überdüngung: Symptome und Soforthilfe

Überdüngung ist bei Anfängern genauso häufig wie Unterdüngung. Typische Zeichen:

  • Nutrient Burn: Braune, verbrannte Blattspitzen (das Frühwarnsignal)
  • Klauen-Blätter: Blätter biegen sich nach unten wie Klauen
  • Dunkle, fast blaugrüne Blätter: Zu viel Stickstoff
  • Langsames Wachstum trotz viel Dünger

Soforthilfe:

  1. Sofort aufhören zu düngen
  2. Mit dem 2-3-fachen Topfvolumen klarem, pH-korrektem Wasser durchspülen
  3. 3-5 Tage warten, dann mit halber Dosis neu starten

FAQ

Wann soll ich anfangen, Cannabis zu düngen?

Wenn du vorgedüngte Erde verwendest, reicht der Vorrat für die ersten 3-4 Wochen. Starte die Düngung erst, wenn die Pflanze 3-4 echte Blattpare hat und die vorhandenen Nährstoffe verbraucht sind. Bei ungedüngtem Substrat (Coco) ab dem Sämlingsstadium mit sehr niedriger Dosis.

Welcher pH-Wert ist richtig für Cannabis?

In Erde: 6,0-6,5. In Coco/Hydro: 5,5-6,0. Der pH-Wert ist entscheidend. Er bestimmt, welche Nährstoffe die Wurzeln aufnehmen können.

Kann ich normalen Blumendünger für Cannabis verwenden?

Ja, für die Vegetationsphase funktioniert ein universeller Flüssigdünger. Für die Blüte brauchst du allerdings einen P/K-betonten Dünger, den normale Blumendünger nicht bieten.

Was ist besser: organisch oder mineralisch düngen?

Für Anfänger empfehlen wir mineralischen Flüssigdünger -- einfacher zu dosieren und kalkulierbarer. Organische Düngung (Living Soil, Kompost-Tee) liefert tendenziell besseren Geschmack, erfordert aber mehr Erfahrung.

Wie erkenne ich, ob meine Pflanze zu viel oder zu wenig Dünger bekommt?

Zu viel: Braune Blattspitzen (Nutrient Burn), dunkelgrüne bis blaugrüne Blätter, Blätter biegen sich nach unten. Zu wenig: Gelbe/blasse Blätter von unten nach oben, langsames Wachstum, violette Stängel.


Quellen

  • Bugbee, B. (2003): Nutrient Management in Recirculating Hydroponic Culture, Acta Horticulturä
  • Jorge Cervantes: Cannabis Encyclopedia (2015)
  • Grow Weed Easy: Cannabis Nutrient Deficiencies (2024)
  • Royal Queen Seeds: How to Feed Cannabis Plants (2024)

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Zusammenfassung

Das Thema cannabis duengung ist vielschichtig. Es gibt einige wichtige Punkte zu beachten. Informiere dich gruendlich, bevor du eine Entscheidung triffst.

Qualitaet und Sicherheit sind entscheidend. Achte auf geprueftee Produkte und serioeese Anbieter. Bei Unsicherheiten solltest du einen Experten fragen.

Zusammenfassung

Das Thema cannabis duengung ist vielschichtig. Es gibt einige wichtige Punkte zu beachten. Informiere dich gruendlich, bevor du eine Entscheidung triffst.

Qualitaet und Sicherheit sind entscheidend. Achte auf geprueftee Produkte und serioeese Anbieter. Bei Unsicherheiten solltest du einen Experten fragen.

RH
Redaktion Hanfportal 24

Autor bei Cannabis News 24. Alle Inhalte werden redaktionell geprueft und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

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